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14.09.2019 00:01 Alter: -22 days
Von: SH

14.09.2019:

„Zurück ins Leben“ Informationstag für Berufsrückkehrer nach Krebs “

„An die Arbeit - Berschäftigungsperspektiven nach Krebs" für den Harz“



Am Samstag, den 14. September 2019, findet im Gesundheitszentrum ALTE SCHULE in Halberstadt, Bismarckstraße 63, Seminarraum Ebene 0 von 9:30 Uhr bis 15:00 Uhr ein Informationstag für Berufsrückkehrer nach Krebs in der Harzregion statt.
Die Krebsbehandlung ist abgeschlossen – langsam kehren die gewohnten Kräfte zurück. Nun wollen viele Krebspatienten auch beruflich wieder Fuß fassen. An den Arbeitsplatz zurückzukehren ist ein wichtiger Schritt zurück in den Alltag, der sich positiv auf das Selbstwertgefühl auswirken kann. Das Gefühl im Arbeitsleben gebraucht zu werden ist wichtig für die Lebensqualität, verbunden mit den sozialen Kontakten sowie der finanziellen Absicherung der Krebspatienten: Über 60 Prozent der Betroffenen kehren zurück in den Beruf.  Doch die Folgen der Erkrankung und der Therapie sind nach wie vor spürbar. Viele Krebspatienten fühlen sich auch nach Abschluss der Therapie schnell erschöpft oder leiden unter den Nebenwirkungen von Medikamenten. Den Betroffenen fällt es nicht leicht, nach solch einem emotionalen und körperlichen Ausnahmezustand wieder in die Normalität zurück zu finden.
Auch Partner oder Bekannte sind oft mit betroffen und wollen helfen. Schnell stellt sich Unsicherheit ein: Schaffe ich das? Wer wird mich unterstützen? Was sage ich meinem Arbeitgeber, wenn ich nach meiner Erkrankung gefragt werde? Kann ich überhaupt an meinen alten Arbeitsplatz zurück und was wenn nicht?
Leichter fällt der Wiedereinstieg, wenn man sich gut darauf vorbereitet.
Infotag „Zurück ins Leben – zurück in den Beruf“
„Egal, ob man die Rückkehr in den Job eher fürchtet oder es kaum erwarten kann wieder durchzustarten; ratsam ist immer eine konsequente Vorbereitung, auch oder vor allem, wenn ein neuer Job benötigt wird.
Der InfoTag bietet, konzentriert auf einen Tag, medizinisches Fachwissen, klärt sozial- und arbeitsrechtliche Fragen und gibt einen Kompass für den weiteren Lebensweg.
Wir zeigen den Betroffenen, gemeinsam mit Experten aus der Harzregion, wie es gelingt, nach einer Krebserkrankung die Balance zwischen Anforderungen im Job und Selbstfürsorge zu finden“, so die Krebsgesellschaft!
Informationen und Anmeldungen sind ab sofort unter 0391  56938800, 0345 478 8110 oder info[at]sakg.de möglich.
Die Workshops sind kostenfrei.

„Zurück ins Leben“ Informationstag für Berufsrückkehrer nach Krebs der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG)
14. September 2019 (Samstag), 9:30 bis 15:00 Uhr
ALTE SCHULE- Gesundheitszentrum Seminarraum Ebene 0
Bismarckstraße 63
38820 Halberstadt
Anmeldungen und Informationen unter 0391  56938800, 0345 478 8110 oder info[at]sakg.de


Programm: Jahresprogramm Seite 26


Hintergrund
Eine der zentralen Fragen nach Diagnose, Therapie und abgeschlossener Rehabilitation ist für Betroffene die Frage nach der beruflichen Zukunft: „Wie geht es weiter? Kann ich an meinen alten Arbeitsplatz zurück? Was sag ich bloß meinem Arbeitgeber und den Kollegen, wenn ich nach meiner Erkrankung und Leistungsfähigkeit gefragt werde bzw. wann kann ich denn wiederkommen? Was kann ich tun, wenn mein Körper durch Nebenwirkungen zum Beispiel geschwächt ist? Welche Behörden sind für mich zuständig?“ Menschen, die an Krebs erkranken, erleben die Krankheit meist als einen tiefen Einschnitt in viele Bereiche ihres Lebens. Das Verhältnis in der Familie, gegenüber Freunden, Bekannten und ganz besonders zu Arbeitskollegen kann sich verändern. Nach überstandener Erkrankung erhält die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit besondere Bedeutung. S
ie ermöglicht Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Ein speziell konzipiertes Beratungskonzept der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG) soll die Betroffenen erreichen, die trotz ihrer Krebserkrankung den beruflichen Wiedereinstieg schaffen wollen.Der Weg zurück an den Arbeitsplatz nach einer erfolgreichen Therapie bei onkologischen Erkrankungen ist steinig, konfliktreich und oft kompliziert. Betroffene beklagen einen diffusen Paragraphen- und Behördendschungel oder empfinden scheinbare Ungerechtigkeiten bei der Unterstützung durch Sozialversicherungsträger und in Unternehmen. Dadurch gelangen sie an ihre Leistungsgrenze.
Das Beratungsangebot „An die Arbeit – Beschäftigungsperspektiven nach Krebs“ ist darauf abgestimmt, Menschen in dieser Lebenssituation zu unterstützen. Vor der Rückkehr ins Berufsleben, nach einer Krebserkrankung, gibt es vieles zu überlegen und abzuwägen. Zunächst wird auf die Erfahrungen, Kompetenzen und Fähigkeiten der Betroffenen geschaut, aber auch auf Einschränkungen, um sie dann mit Ihren aktuellen Wünschen und Plänen zu verknüpfen. Dazu wurden Seminare, Gruppen- und Einzelberatungen entwickelt: Zu Orientierung und Aufklärung bei allgemeinen Hilfeleistungen, zu Informationen bei Nebenwirkungen der Therapien, Hinweise und Umgangsmöglichkeiten zum Erschöpfungssyndrom Fatigue, Stressbewältigung, zur Mobilisierung von persönlichen Ressourcen, Orientierung und Aufklärung bei sozialrechtlichen Fragen, Expertensprechstunden zu Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht und Tipps zur beruflichen Gesprächsführung und ein Jobcoaching. Im Beratungsangebot lernen die Teilnehmer sich der veränderten Lebenssituation anzupassen, erhalten erweiterte Informationen für ein Leben mit der Krebserkrankung und entwickeln Problemlösungsstrategien.
Das Konzept lebt von den Erfahrungen der Krebsbetroffenen im täglichen Erleben und kann sich nur so an der Realität orientieren.
„Es ist einfach wichtig, die Betroffenen nach Diagnose und zahlreichen belastenden Therapien, möglichst aus einer Hand zu informieren und zu begleiten. Wir wollen ihnen zur Seite stehen“, so die Krebsgesellschaft.
Das Projekt wird unterstützt durch die Rentenversicherung Mitteldeutschland und der GlücksSpirale. Es richtet sich an Krebsbetroffene aus dem Harz, die den beruflichen Wiedereinstieg planen. Für Beratungen und Erstgespräche können sich Krebsbetroffene bei der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft, Paracelsusstraße 23, 06114 Halle (Saale) unter 0391 56938800, 0345 4788110 oder info[at]sakg.de anmelden. Persönliche Beratungen werden individuell organisiert.

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