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17.05.2019 00:02 Alter: 126 days
Von: SH

Foto: @ Markuks Jürgens / pixelio.de

17.05.2019:

Patiententag am Universitätsklinikum Halle - Neuroendokrine Tumore (NET) „Diagnostik, Diskrepanzen und Arzt-Patient-Beziehung“

Selbsthilfe zum Thema Neuroendokrine Tumore



Am Freitag, den 17. Mai 2019, 15:00 Uhr findet ein Patiententag im Lehrgebäude 5-6 des Universitätsklinikums Halle-Wittenberg, in der Ernst-Grube-Straße 40 in Halle (Saale) statt.
Mit „Diagnostik, Diskrepanzen und Arzt-Patient-Beziehung“ wird ein Thema angesprochen, das Betroffene mit Neuroendokrinen Tumoren und Interessierte bei einem speziellen Krankheitsbild beschäftigt.
Der Bundesverband der Neuro-Endokrinen-Tumoren (NET) fasst das besondere Krankheitsbild so zusammen: „NET- bezeichnet nicht eine einzige Tumorart, sondern fasst eine Gruppe von Tumoren zusammen, gemeint ist Lunge oder Magen oder Darmtrakt.
Das bedeutet, Neuroendokrine Tumore gehen aus den neoroendokrinen Zellen hervor. Die heißen so, weil sie Ähnlichkeiten mit Nervenzellen haben (Neuron=Nerv) und in der Lage sind Hormone zu bilden und ins Blut abzugeben (endo=innen, krinein=trennen).“
Prof. Patrick Michl, Direktor Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum Halle (Saale), Oberarzt Dr. Sebastian Krug und Dr. med. Thomas Kegel, Facharzt für Innere Medizin, wollen als Experten die Diskrepanzen bzw. Besonderheiten unter dem Gesichtspunkt Arzt-Patient-Sicht aufzeigen und wie damit umgegangen werden kann.
Vor allem die Interaktion zwischen Haus- und Facharzt ist dabei von besonderer Bedeutung.
Zu dieser Veranstaltung sind Betroffene und Interessierte gleichermaßen willkommen.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte bei Gruppenleiterin Betine Erling-Hausburg (NET-Regionalverband Leipzig-Halle-Magdeburg), 034601 – 24407 oder b.erlinghausburg@_we_dont_like_spam_googlemail.com.

Patiententag für NET-Patienten und Interessierte am Uni-Klinikum Halle (Saale) - „Diagnostik, Diskrepanzen und Arzt-Patient-Beziehung“
17. Mai 2019 (Freitag), 15:00 Uhr
Universitätsklinikum Halle (Saale),Lehrgebäude 5-6
Ernst-Grube-Straße 40
06120 Halle (Saale)


Informationen zur Selbsthilfe bei Neuroendokrine Tumoren:
Betine Erling-Hausburg (Sprecherin Regionalgruppe):
Tel: 034601 - 24407
E-Mail: b.erlinghausburg@_we_dont_like_spam_googlemail.com
oder
Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V.
Paracelsusstraße 23
06114 Halle (Saale)
Telefon: 0345 4788110
Fax: 0345 4788112
E-Mail: info[at]sakg.de

Hintergrund

Menschen mit der Diagnose Neuroendokrine Neoplasie, Neuroendokriner Tumor, Neuroendokrines Karzinom, Karzinoid, GEP-NET, Lungen-NET, urogenitale NET, MEN1 oder neuroendokriner CUP stehen vor einem Berg von Fragen: Was bedeutet diese Diagnose für mich und mein Leben? Wo kann ich Hilfe finden? Was kann ich selbst tun? Oder auch: Wo finde ich Adressen für Diagnose, Therapie und Nachsorge? Wo kann ich aktuelle Informationen bekommen? Wie fühlt sich diese Untersuchung oder jene Therapie an? Mit wem kann ich mich austauschen?  
Damit Sie mit diesen und vielen anderen Fragen nicht alleine gelassen werden, haben sich Betroffene und Angehörige zum Netzwerk Neuroendokrine Tumoren (NeT) e. V. zusammengeschlossen: Hier finden Sie Verständnis, Unterstützung, viel Wissen und Erfahrung. Im Mitteldeutschen Raum Halle, Leipzig, Magdeburg leitet Betine Erling-Hausburg eine Regionalgruppe. „Ich bin angetreten, um die Betroffenen in unserer Region zu binden, um sie ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten und mit Fakten und Informationen zu versorgen, die eine bessere Lebensqualität bringen sollen.“
NET – was ist das?
Unter NET versteht man eine Gruppe seltener Tumoren, man geht in Deutschland von nur ein bis zwei Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner aus. Gleichbedeutend wird auch bisweilen der Begriff "Neuroendokrin¬e Neoplasie¬n" (NEN) verwendet. NET/NEN treten zum überwiegenden Teil im Magen-Darm-Trakt auf.
Im Gegensatz zu beispielsweise Magen- oder Darmkrebs gehen diese Tumoren aber nicht vom organtypischen Gewebe, also der Magen- oder Darmschleimhaut aus, sonde¬rn von so genannten neuroendokrin¬en Zellen. Neuroendokrin¬e Tumoren können Beschwerden verursachen. Diese sind zum Großteil auf die Wirkung von Hormone¬n wie z. B. Insulin oder Serotonin ¬zurückzuführen, welche von einigen Tumoren freigesetzt werden. Wird die Erkrankung erst sehr spät diagnostiziert, können die Beschwerden auch durch die Raumforderung des Tumors oder durch bereits entstandene Tochtergeschwülste (Metastase¬n) hervorgerufen werden.