Weltkrebstag

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Sachsen-Anhalt, 4. Februar 2021: Weltkrebstag - „ICH BIN UND ICH WERDE”

Weltkrebstag 2021: Deutsche Krebsgesellschaft und Landeskrebsgesellschaften setzen sich für Krebsprävention ein Nahezu jeder zweite Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs, ca. 510.000 Menschen erhalten jährlich eine Krebsdiagnose. Früh erkannt, sind Krebserkrankungen meist besser behandelbar als in einem fortgeschrittenen Stadium. In einigen Fällen hätte die Erkrankung durch eine rechtzeitige Krebsvorsorge möglicherweise sogar verhindert werden können. „Evidenzbasierte Prävention und Früherkennung gehören zu den grundlegenden Säulen einer erfolgreichen Strategie gegen Krebs. Die Mitglieder der Deutschen Krebsgesellschaft setzen sich daher dafür ein, bestehende Wissenslücken in der Krebsvorsorge und -früherkennung zu füllen“, erklärt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar. „Dort, wo gute Präventionsansätze zur Verfügung stehen, werden sie oft nicht ausreichend in der Bevölkerung genutzt. Hier gilt es, die Akzeptanz dieser Maßnahmen zu verbessern“, ergänzt Bruns. Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft macht sich seit 2000 für die Krebsvorsorge und Früherkennung stark. Aber Prävention zum Nulltarif gibt es nicht. Tatsache ist, dass die bestehenden Präventionsprogramme für Frau und Mann im Flächenland Sachsen-Anhalt nur zu 30 bis 40 Prozent genutzt werden. „Mit unseren Präventionsaktionen setzen wir vor Allem bei den Jüngsten an, mit der Sensibilisierung zum Sonnenschutz in Kita`s, mit dem Ernährungs- und Bewegungsprogramm „Apfel-Latein“ in Grundschulen und der Kampagne für die Nutzung der HPV-Impfungen ab dem 9. Lebensjahr. Wir wollen wir aufklären und ein „frühes“ Verständnis für die eigene Gesundheit aufbauen“, so Sven Weise, Geschäftsführer der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft. „Die 16 Landeskrebsgesellschaften unter dem Dach der Deutschen Krebsgesellschaft sind in ihrem jeweiligen Bundesland sehr gut vernetzt – sie leisten wichtige Arbeit vor Ort – nah an der Bevölkerung und den regionalen Strukturen. Ergänzt werden ihre Anstrengungen durch diverse Forschungsprojekte von Mitgliedern in der DKG“, führt Bruns weiter aus. Als Beispiel nennt er die risiko-adaptierte Früherkennung bei familiär bedingtem Brust- und Eierstockkrebs. Bei 5 bis 10 von 100 Brustkrebspatientinnen liegt eine erbliche Veränderung in einem Risikogen vor. Für die Betroffenen ist es wichtig zu wissen, wie hoch ihr Risiko ist, nach der ersten Erkrankung möglicherweise ein zweites Mal zu erkranken, wer in der Familie noch ein erhöhtes Krebsrisiko trägt und wie Betroffene damit umgehen können. Durch die Forschungsarbeiten des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs gemeinsam mit anderen internationalen Forschergruppen konnten neue Risikogene für familiär bedingten Brust- und Eierstockkrebs identifiziert werden. Darüber hinaus betreut das Konsortium ratsuchende Familien nach einheitlichen Standards und arbeitet dabei eng mit DKG-zertifizierten Brustkrebszentren zusammen, die die Patientinnen wohnortnah betreuen.