Weltkrebstag

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Sachsen-Anhalt, 4. Februar 2020: Weltkrebstag - „ICH BIN UND ICH WERDE”

Der Weltkrebstag findet jährlich am 4. Februar statt und hat zum Ziel, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft betont Stellenwert seriöser Patienteninformation
Die Diagnose Krebs stellt das Leben der Betroffenen auf dem Kopf. Wie es jetzt weitergeht und wer bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben helfen kann – das sind wichtige Fragen für Patient*innen. Im Internet finden sich dazu viele Informationen – nicht immer sind die Quellen verlässlich und seriös. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar betont die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft (SAKG) den hohen Stellenwert der regionalen Beratungs- und Informationsangebote in Sachsen-Anhalt.
Wie lassen sich seriöse von unseriösen Gesundheitsinformationen unterscheiden?
Das ist häufig gar nicht so einfach. Vorsicht geboten ist in jedem Fall bei reißerischen Schlagzeilen oder unrealistischen Aussagen, zum Beispiel, wenn eine Therapie als absolut nebenwirkungsfrei angepriesen wird oder angeblich zu 100 Prozent wirksam ist.
Manchmal ist Werbung als redaktioneller Inhalt getarnt – hier sollten Betroffene auf eine klare Trennung achten. Auch der Blick ins Impressum lohnt sich. So wird schnell klar, wer die Urheber einer Information sind und ob sie möglicherweise kommerzielle Interessen verfolgen.
Viele Fragen der Betroffenen sind ohnehin so individuell, dass sie sich besser in einem persönlichen Beratungsgespräch klären lassen.
Eine gute, umfassende, kostenlose und wohnortnahe Beratung bieten die Krebsberatungsstellen. Die Bedeutung der Krebsberatung hat mittlerweile auch der Gesetzgeber erkannt – er legte fest, dass sich die Krankenkassen künftig zu 40 Prozent an der Finanzierung der Beratungsstellen beteiligen. Diese Förderung soll ab dem 1. Juli 2020 rückwirkend für den 1. Januar 2020 gelten.
Allein in Sachsen-Anhalt beraten insgesamt 13 Beratungsstellen, onkologische Patient*innen und deren Angehörige. Dort wurden 2019 knapp 3.000 Beratungen durchgeführt.
„Mit unseren Angeboten stehen wir für die Einhaltung, den Nachweis und die Weiterentwicklung der entsprechenden Qualitätskriterien in der psychosozialen Beratung. Darüber hinaus kennen wir die Versorgungslandschaft in Sachsen-Anhalt sehr gut und können deswegen auch an die richtige Stelle weitervermitteln“, so Sven Weise, Geschäftsführer der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft.
Nach derzeitigem Stand erkrankt in Deutschland jeder Zweite im Laufe seines Lebens an Krebs. Jedes Jahr gibt es etwa 500.000 Neuerkrankungen. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist zwischen 2015 und 2030 in Deutschland mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um 23 Prozent zu rechnen (Quelle: Krebs in Deutschland 2015/2016, Robert-Koch Institut). Nach den Herz-Kreislauferkrankungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache. Bei Frauen zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen der Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern der Prostata-, Darm- und Lungenkrebs.

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Über die Landeskrebsgesellschaften

Die 16 Landeskrebsgesellschaften leisten wichtige Arbeit vor Ort – nah am Patienten, den Angehörigen und den regionalen Strukturen (Patientenversorgung/Politik). Eine Hauptaufgabe der LandesKrebsgesellschaften ist die psychosoziale Hilfe und Beratung in den 128 Beratungsstellen. Hier wurden allein im Jahr 2015 mehr als 61.000 Beratungen durchgeführt. Darüber hinaus initiieren die LandesKrebsgesellschaften Projekte zum Thema Krebs, zur Prävention und Früherkennung, organisieren über 300 Kurse und 1.000 Veranstaltungen jährlich und geben Informationsmaterial heraus. In den Regionen unterstützen sie die Arbeit der Selbsthilfegruppen. Sie fördern regionale Forschungsprojekte, bieten Fort- und Weiterbildung an und kooperieren mit Einrichtungen der onkologischen Versorgung und anderen relevanten Partnern der Region und des Landes. Nicht zuletzt übernehmen sie die Interessenvertretung gegenüber kommunalen und Landeseinrichtungen. Die 16 LandesKrebsgesellschaften sind in der Sektion A der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. organisiert.