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29.11.2019 00:01 Alter: -12 days
Von: SH

Foto: @ Markuks Jürgens / pixelio.de

29.11.2019:

Patiententag für NET-Patienten und Interessierte am Universitätsklinikum Halle (Saale) - „Fatigue – Mittel und Wege bei einem Energieräuber“

Selbsthilfe zum Thema Neuroendokrine Tumore



Am Freitag, den 29. November 2019, 15:00 Uhr, findet ein Patiententag im Funktionsgebäude 5, Seminarraum 10-11, am Universitätsklinikum Halle, Ernst-Grube-Straße 40, in Halle (Saale) statt. Die Regionalgruppe Halle-Leipzig-Magdeburg für Neurondokrine Tumore (NET) lädt gemeinsam mit dem Uniklinikum Halle zu einem Patiententag ein.Mit „Fatigue – Mittel und Wege bei einem Energieräuber“ wird ein Zustand angesprochen, der Betroffene bei der Bewältigung des Alltags stark  beeinträchtigen kann. Allgemein löst die Konfrontation mit einer Krebserkrankung oft eine ganze Bandbreite von unbekannten Gefühlen der Angst, Ungewissheit oder auch Hilflosigkeit aus. Den meisten Betroffenen hilft daher ein offener und sachlicher Umgang mit dieser seltenen Erkrankung. Patienten mit einer NET-Erkrankung können vielschichtige Beschwerden aufweisen. Dabei präsentiert sich die Fatigue als vielschichtiges Leiden, was die Betroffenen während der Erkrankung und unter Therapie mitunter stark belastet. Die Symptome der Fatigue sind komplex, die Ursachen dafür zeigen sich multifaktoriell bedingt. Häufig ist eine Abgrenzung zu psychiatrischen Erkrankungen wie der Depression auch schwierig.

„Uns ist daher sehr daran gelegen, Ihnen einen Überblick über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie auf diesem Gebiet zu vermitteln. Neben Kollegen des Uniklinikums haben wir hierzu auch mit PD Dr. Patricia Grabowski, eine externe Referentin, eingeladen, die für Fragen zur Verfügung und Ihnen dabei beratend und erklärend zur Seite stehen. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, während der Veranstaltung den Erfahrungsaustausch mit Menschen zu suchen, die von derselben Diagnose betroffen sind. In diesem Sinn laden wir Sie herzlich zu unserem Regionalgruppentreffen ein“, so Prof. Patrick Michl und Betine Erling-Hausburg.

Zu dieser Veranstaltung sind Betroffene und Interessierte gleichermaßen willkommen.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Patiententag für NET-Patienten und Interessierte am Universitätsklinikum Halle (Saale) „Fatigue – Mittel und Wege bei einem Energieräuber“29. November 2019 (Freitag), 15:00 UhrFunktionsgebäude 5, Seminarraum 10-11Ernst-Grube-Straße 40061220 Halle (Saale)

Informationen zur Selbsthilfe bei Neuroendokrine Tumoren:
Betine Erling-Hausburg (Sprecherin Regionalgruppe):
Tel: 034601 - 24407
E-Mail: b.erlinghausburg@_we_dont_like_spam_googlemail.com
oder
Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V.
Paracelsusstraße 23
06114 Halle (Saale)
Telefon: 0345 4788110
Fax: 0345 4788112
E-Mail: info[at]sakg.de

Hintergrund

Menschen mit der Diagnose Neuroendokrine Neoplasie, Neuroendokriner Tumor, Neuroendokrines Karzinom, Karzinoid, GEP-NET, Lungen-NET, urogenitale NET, MEN1 oder neuroendokriner CUP stehen vor einem Berg von Fragen: Was bedeutet diese Diagnose für mich und mein Leben? Wo kann ich Hilfe finden? Was kann ich selbst tun? Oder auch: Wo finde ich Adressen für Diagnose, Therapie und Nachsorge? Wo kann ich aktuelle Informationen bekommen? Wie fühlt sich diese Untersuchung oder jene Therapie an? Mit wem kann ich mich austauschen?  
Damit Sie mit diesen und vielen anderen Fragen nicht alleine gelassen werden, haben sich Betroffene und Angehörige zum Netzwerk Neuroendokrine Tumoren (NeT) e. V. zusammengeschlossen: Hier finden Sie Verständnis, Unterstützung, viel Wissen und Erfahrung. Im Mitteldeutschen Raum Halle, Leipzig, Magdeburg leitet Betine Erling-Hausburg eine Regionalgruppe. „Ich bin angetreten, um die Betroffenen in unserer Region zu binden, um sie ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten und mit Fakten und Informationen zu versorgen, die eine bessere Lebensqualität bringen sollen.“
NET – was ist das?
Unter NET versteht man eine Gruppe seltener Tumoren, man geht in Deutschland von nur ein bis zwei Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner aus. Gleichbedeutend wird auch bisweilen der Begriff "Neuroendokrine Neoplasien" (NEN) verwendet. NET/NEN treten zum überwiegenden Teil im Magen-Darm-Trakt auf.
Im Gegensatz zu beispielsweise Magen- oder Darmkrebs gehen diese Tumoren aber nicht vom organtypischen Gewebe, also der Magen- oder Darmschleimhaut aus, sondern von so genannten neuroendokrin¬en Zellen. Neuroendokrine Tumoren können Beschwerden verursachen. Diese sind zum Großteil auf die Wirkung von Hormonen wie z. B. Insulin oder Serotonin zurückzuführen, welche von einigen Tumoren freigesetzt werden. Wird die Erkrankung erst sehr spät diagnostiziert, können die Beschwerden auch durch die Raumforderung des Tumors oder durch bereits entstandene Tochtergeschwülste (Metastasen) hervorgerufen werden.