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19.11.2019 00:01 Alter: 1 day
Von: SH

19.11.2019:

Seminar „Tumor-assoziierte Fatigue - Möglichkeiten gegen einen Energieräuber“

„An die Arbeit - Berschäftigungsperspektiven nach Krebs" für Magdeburg und Umgebung“



Mit „Tumor-assoziierte Fatigue - Möglichkeiten gegen einen Energieräuber“ findet am Dienstag, den 19. November 2019, um 15:00 Uhr ein Seminar der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG) im Seminarraum D147, im Klinikum Magdeburg, Birkenallee 34 statt.
Betroffene, Angehörige und Interessenten können zum Tagesthema hilfreiche Informationen beim Umgang mit dem Erschöpfungssyndrom erhalten, die den Arbeitsalltag extrem belasten können.
Tumor-assoziierte Fatigue; als Folge von meist Chemotherapien, bedeutet extreme Erschöpfung und Müdigkeit, die in der Regel durch Schlaf kaum zu bewältigen ist. Mangelnde Energiereserven, ein massiv erhöhtes Ruhebedürfnis, das absolut unverhältnismäßig zum vorangegangenen Aktivitäten ist, macht Betroffene sehr zu schaffen.
Ergänzt wird das Seminar mit Stressmanagement und Wegen die eigenen Ressourcen zu mobilisieren.
Dr. rer. medic. Michael Köhler, Psychologischer Psychotherapeut und Psychoonkologe der Magdeburger Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie und Leiter der dortigen „Fatigue-Sprechstunde“ und Dipl. Psych. und Psychoonkologin Josephine Uiffinger aus dem Uni-Klinikum Magdeburg, geben Impulse und zeigen Handlungsmöglichkeiten, um sich diesen Beschwerden zu nähern und Handlungsstrategien dagegen zu entwickeln.
Aufklärung als Behandlungskomponente, moderate körperliche Aktivität oder Rehasport sind sicher nur einige Möglichkeiten.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte unter: 0391 56 93 8800 oder info[at]sakg.de
Beratungen sind unabhängig von den Seminaren jeder Zeit möglich.

„Tumor-assoziierte Fatigue - Möglichkeiten gegen einen Energieräuber“
Dienstag, 19. November 2019, 15:00 Uhr
Klinikum Magdeburg
Seminarraum D147
Birkenallee 34
39130 Magdeburg
Anmeldungen und Informationen unter 0391 56 93 8800 oder info[at]sakg.de


Hintergrund
Fatigue, vom lateinischen Fatigatio („Ermüdung, Erschöpfung“) abgeleitet, bezeichnet einen Zustand außerordentlicher Müdigkeit und mangelnder Energiereserven, der in Bezug auf die vorangegangenen Aktivitäten unverhältnismäßig ist und selbst nach angemessenen Ruhepausen nicht verschwindet.
Auch gesunde Menschen verspüren nach geistiger oder körperlicher Anstrengung Müdigkeit und Erschöpfung – nach ausreichendem Schlaf oder einer Ruhepause jedoch sind sie in der Regel wieder leistungsfähig.
Bei vielen Krebspatienten ist es anders: Sie fühlen sich trotz Ruhephasen erschöpft, kraftlos und müde. Auch Schlaf vermag ihre Leistungsfähigkeit nicht wiederherzustellen. Schon alltägliche Verrichtungen im Haushalt, Treppensteigen oder Einkaufen können kaum noch bewältigt werden.
Tritt eine solche anhaltende Erschöpfung im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung auf, wird sie als Tumor-assoziierte Fatigue bezeichnet. Davon abzugrenzen ist das sogenannte Chronische Fatigue-Syndrom, bei dem keine einzelne körperliche Grunderkrankung als Ursache für die anhaltende Erschöpfung auszumachen ist.
Wann und wie oft kommt Tumor-assoziierte Fatigue vor?
Tumor-assoziierte Fatigue kann zu jedem Zeitpunkt der Krebserkrankung auftreten – als frühes Zeichen noch vor der Diagnose, während der Therapie, bei einem Rückfall oder sogar noch Jahre, nachdem eine Behandlung erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Beschwerden können nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden oder länger anhalten. Je stärker sie schon während der Therapie sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch danach weiter bestehen oder zurückkehren.
Die Angaben zur Häufigkeit schwanken teilweise erheblich, da für die Erhebung verschiedene Fragebögen eingesetzt werden können und es variiert, ab wann die angegebenen Beschwerden als Tumor-assoziierte Fatigue gelten. Trotzdem legen Befragungen nahe, dass schon bei der Aufnahme in die Klinik ein Drittel der Krebspatienten Müdigkeits- und Erschöpfungssymptome verspürt. Noch Jahre, nachdem die Krebstherapien beendet sind, leiden vermutlich bis zu 30 Prozent der Patienten unter anhaltenden Fatigue-Beschwerden.
Mit welchen Beschwerden ist Fatigue verbunden?
Das Beschwerdebild der Tumor-assoziierten Fatigue ist vielgestaltig. Welche Symptome auftreten, wie intensiv und mit welchen Einschränkungen sie verbunden sind, hängt stark vom individuellen Empfinden des Einzelnen ab, sodass die Betroffenen ihre Beschwerden auf sehr unterschiedliche Weise beschreiben. Typisch für Fatigue sind jedoch immer eine ausgeprägte Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Erschöpfung und verminderte Leistungsfähigkeit.
Stress bei der Krankheitsverarbeitung – Ressourcen aktivieren bei Fatigue
Das Ausmaß der eigenen Stressbelastung hängt sehr stark von der persönlichen Konstitution des Betroffenen ab und dem Umgang mit den Stressfaktoren (Stressoren). Stressoren sind auslösende Bedingungen und Situationen im Alltag bzw. beruflichen  Alltag.
Kritische, meist belastende Lebensereignisse, Alltagsbelastungen oder chronische Belastungen führen zu körperlichen Beschwerden. Die Lebensqualität wird dadurch sehr stark beeinträchtigt.
Man muss den Schutz vor Stress nicht neu erfinden, mit ihm beschäftige sollte man sich. Vielmehr geht es darum, die eigenen Stressoren zu erkennen lernen, sie zu reduzieren, Motivationssysteme zu stärken - genauer gesagt - Potentiale bei sich selbst zu entdecken und sie zu entwickeln. So kann krankmachender Stress reduziert werden.
Das Projekt wird unterstützt durch die Rentenversicherung Mitteldeutschland und die GlücksSpirale.
Es richtet sich an Krebsbetroffene aus Magdeburg und Umgebung, die den beruflichen Wiedereinstieg planen.
Für Beratungen und Erstgespräche können sich Krebsbetroffene bei der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e. V., Paracelsusstraße 23, 06114 Halle (Saale) unter 0345 478 8110, der Beratungsstelle der Krebsgesellschaft in Magdeburg, Leibnizstraße 4 unter 0391 56 93 8800 oder info[at]sakg.de anmelden. Persönliche Beratungen werden individuell organisiert.

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